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Dresden Krimi alla Tenner

von Bücherfreak, 04.06.2009 - Alle Rezensionen dieses Mitglieds ansehen

Loschwitz ist Ausgangspunkt der Handlung des neuen Romans von G. Tenner. Vor zwei Jahren war ich in Dresden Loschwitz, am Wochenende der Museumsnacht, aber das nur so am Rande .... Ich finde es immer sehr interessant und spannend, wenn Tatorte bzw. Romanhandlungsorte dort spielen, wo man als Leser schon weilte, und wo man somit auch Erinnerungen und Bilder vor sich hat.

kurze Inhaltsangabe:
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1994 im Sommer wird der Maler Helmut Müller-Karsten tod aufgefunden. Sein Atelier ist total verwüstet und die Untersuchungskommission unter Kommissar Barneby Kern hat schwer zu tun, um diesen so weitreichenden Fall zu klären.

Anfangs ist noch nicht klar, welche Verstrickungen dieser Fall aufweist. Er zeigt die Kunstszene in seiner ganzen Gewalt und schaut vorallem hinter die Fassaden dieser milliardenschweren Szene. Korruption und Stasimachenschaften kommen ans Licht.

Auch Thomas Vester, der Stiefsohn von Helmut Müller-Karsten ist in den Fall verstrickt.

Tenner zeigt dem Leser und somit auch im Laufe der Krimihandlung dem Ermittlungsteam Einblicke in die Strukturen des staatlichen Kunsthandels der DDR. Kunstschmuggler und ihre "Arbeit" spielen eine große Rolle im Romangeschehen.

Warum nennt Tenner den toten Maler so, ich denke mal, weil er ihn mit seinem Vater vergleicht, der der bekannte Maler Helmut Schmidt-Kirstein (man merke die Ähnlichkeit !!) ist. Tenner lebte ja einige Jahre in Dresden und kennt sich daher in dieser Stadt sehr gut aus.

Auch die Frau von Müller-Karsten kommt ins Spiel, aber auf einmal wird der Fall ad Acta gelegt, da der Maler eines natürlichen Todes starb.

Aber noch lange ist der Krimi nicht beendet, die Spannung wird erhalten, nicht nur erhalten, sondern sie steigert sich noch, in dem Moment, als wieder ein Druck mit dem Titel "Das Lächeln der Mona Lisa" im Zusammenhang mit einem Mord, diesmal einem Doppelmord an Dieter Schubert und seiner Geliebten, passiert. Wieder gehen der Kommissar und seine Leute ans Ermitteln.

Nun geht der Krimi bis hin nach Russland, es geht um Devisenbeschaffung zu DDR-Zeiten, um die kriminellen Machenschaften, ein Engländer und auch Namen wie der des Staatssekretärs Schalck-Golodkowski tauchen in der Romanhandlung auf.

Die Verstrickungen werden immer extremer und der Leser wird noch immer nicht eingeweiht.

Dieses Buch liest sich überaus spannend und ich habe es keinesfalls bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Ein Krimi par excellence, den George Tenner hier erschaffen hat.

Politik, Geheimdienste, Korruption usw. usw. ... diese Themen innerhalb der DDR und des "Westens" und über Deutschland hinaus geben immer wieder Roman- und Krimistoff vom Feinsten. Tenner hat dies auf besonders spannende Art und Weise verarbeitet.

Auch die handelnden Personen und die Orte, wo der Roman spielt sind sehr bildhaft und gut erklärt, sodass man sich als Leser wunderbar in die Romanhandlung hineinversetzen kann.

Wie immer schafft es George Tenner, den Leser mit seiner überaus spannenden und bildhaften Schreibweise und seinem unverwechselbaren kriminologischen Spürsinn und seiner Schärfe, sowie seiner klaren und deutlichen Ausdrucksweise an das Buch zu fesseln. Tenner bringt von Anfang an Spannung in den Krimi, sodass der Leser ständig am Rätseln ist, wer wohl in den Fall involviert sein mag, wer der oder die Täter sein könnten.

Ein realistischer Krimi, wie er tagtäglich passieren kann, nicht überspannt und übertrieben, sondern aus dem Leben gegriffen, das macht die Krimis Tenners aus, das liebe ich auch so an seinen Romanen.

Wie immer bin ich begeistert von Tenners Roman und freue mich schon auf das nächste Werk. Kompliment Herr Tenner !!!

Berühmte erste Worte

Und überhaupt sei Melva ja so ein unfassbar dämlicher Name, schnaubte Jannick noch ...

aus "Überlaufen"
von Jasamin Ulfat (Autor)

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