Seelenficker
von Natascha (Autor)Veröffentlicht am 12.10.2008
von Nadeeeen, 03.02.2009 - Alle Rezensionen dieses Mitglieds ansehen
Das Buch „Seelenficker", welches mit der 2. Auflage im Juni 2008 mit 111 Seiten für 9,95€ über den Ubooks Verlag erschien, bringt uns auf die problematische Seite unserer Gesellschaft, welche die Autorin Natascha uns verdeutlicht.
Natascha, so heißt die Autorin. Dennoch ist dies nur einer ihrer vielen Pseudonyme, die sie sich zugelegt hat. Sie ist ein 13 jähriges Mädchen, doch sie ist nicht wie jedes normale 13 jährige Mädchen, denn sie ist eine Prostituierte eines Baby-Strichs, gefangen in einer Welt in der Drogen, Sex und das Ritzen die Hauptrolle spielen - dicht gefolgt von der Armut. Natascha erzählt uns von ihrem Leben. Von dem Leben auf dem Babystrich, dem Leben vieler Mädchen oder sogar kleinen Mädchen. Für Natascha gibt es im Leben nur noch die Drogen, doch mit ihrer Mutter kommt sie nicht klar und selbst diese empfängt einen Lohn, welcher von vorne bis hinten nicht reicht. Somit gibt es für Natascha nur einen Ausweg: Das „Liebemachen" auf dem Strich. Ohne die Drogen haben die Freier Zugang zu ihrer Seele und fangen an sie zu quälen. So wie ihr Stiefvater damals, der ihr jetziges Leben stark geprägt hat. Dennoch ist sie Bodenständig, führt oberflächlich ein geregeltes Leben. Morgens in der Schule, abends zur Arbeit. Dieses Buch begleitet ihren Lebensweg vom 13. bis zum 18. Lebensjahr. Den Weg, zwischen Straße und Klinge. Die Natascha, die sich jahrelang hinter ihren Pseudonymen und Drogen versteckt hat.
Ich persönlich bin begeistert von dem Buch, da ich finde, dass solche Bücher wichtig sind. Wir werden auf die Problemseite des Landes geführt, in Situationen, die wir noch nie erlebt haben und somit auch gar nicht nachvollziehen können. Doch dieses Buch gibt all das zu verstehen. Ich hatte die ganze Zeit diese geschilderten Situationen im Kopf, zu jeder Szene ein Bild. Während des Lesens, wie die Freier Prostituierte behandeln, lief mir ein Schauer über den Rücken. Insgesamt ging mir das Buch sehr nahe. Es fesselt und verleitet dazu, sich auch nach dem Lesen noch Gedanken darüber zu machen. Das Buch gibt zu Verstehen, weshalb es den Titel „Seelenficker“ trägt. Natascha will mit diesem Buch in erster Linie ihr Empfinden wiedergeben. In zweiter möchte sie jedoch von „dieser“ Welt berichten. Zudem denke ich, dass der Inhalt des Buches, jedem Leser extrem klarmacht, wie sehr man sich das Leben mit den Drogen kaputt machen kann.