Der Mischer

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Nochmal mischen!
Manchmal, geprägt durch sonntägliche Pflichtbesuche bei der Großtante und den visuellen Eindrücke aus unachtsam herumliegenden Versandhauskatalogen aus Weiden und Burgundstadt, können die virilen Jugendträume auch zu einem alles überlagernden Lebensziel werden. Es ist nicht mehr die Frage, ob es das gibt, was man unerlaubterweise und mit glühenden Wangen in der spätkindlichen Prägungsphase sah. Man weiß jetzt, dass es das gibt. Nicht Zuhause im heimischen Wohnbereich, das ist der falsche, weil konformistische Platz. Da ist man angepasst, hier darf Mann es nicht, weil zwischen überfälliger Wäsche und notwendigem Abwasch der unpassende Platz ist und die notwendige Zeit und Muse für den ästhetischen Genuss fehlt. Eher bei der hemmungslosen Geliebten, die zum Lebensstil des gestandenen Mannes gehört, wie das Navigationsgerät zum modernen Auto. Es ist auch nicht die Frage, ob ...

aus "Sina"
von Raoul Yannik (Autor)

Kieran zwang sich, wie so oft, die Gespenster seiner Vergangenheit zu verdrängen. Er wollte sich nicht an Maires schreckliches Ende erinnern. Sein müder Blick fiel auf die beiden Retter in seinem Schlafzimmer, die völlig selbstvergessen Zärtlichkeiten austauschten. Bei aller Dankbarkeit ? das musste nicht sein! Kieran stand auf und räusperte sich: "Dies ist m e i n Schlafzimmer!" Angel und Donates fuhren auseinander und Nik, der beeindruckt die CD-Sammlung des Vengadors studiert hatte, täuschte rasch einen Hustenreiz vor, um seine Belustigung zu verbergen. Sofort traf ihn Kierans kalter Blick. "Was tut e r hier?" "Nicholas gehört zur Familie. Ohne ihn hätten wir dir nicht helfen können!" Donates? Stimme klang nicht weniger scharf, als die seines Lehrers. "Ich denke, es ist besser, wenn ihr jetzt geht!" Die drei folgten seiner Aufforderung umgehend. Angelina lächelte, als ein warmes Ich danke euch! durch ihren Kopf wehte, bevor sie wieder aus der Zwischenwelt in ihr eigenes Haus zurückkehrten. ...

aus "Der Venuspakt"
von Jeanine Krock (Autor)

"Ihre Schwester hat Sie geschaffen?", vermutete Ares. "Ja, sie hatte ein Zusammentreffen mit einem äußerst charismatischen Vampir, wie sie erzählte. Sie sagt, er habe sie vor dem Sterben bewahrt." Ares schüttelte den Kopf. "Mir kommt Clarissa bekannt vor, aber ich schaffe es nicht sie einzuordnen." "Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, meine Schwester hat ein Allerweltsgesicht", meinte Thomas unbekümmert. "Es ist interessant, ihre Fröhlichkeit scheint so ehrlich", bemerkte Ares. "Das findet man selten bei Wesen unseres Schlages." "Das liegt wohl daran, dass ich nichts Schlimmes daran finde Vampir zu sein. Sie etwa?", erklärte Thomas. Ares starrte vor sich hin. "Manchmal ist es so schlimm, dass man dem allem ein Ende bereiten will", verriet Ares und es machte ihm Spaß, Thomas etwas zu schockieren. Thomas sah ihn erschrocken an. "Weshalb?" Ares sah auf, ein emotionsloser Blick traf Thomas' Gesicht. "Sie werden es noch am eigenen Leib, an der eigenen Seele spüren. Genießen Sie es, solange Sie noch ehrlich lachen können." Nun sagte es Ares nicht mehr nur um seinen Gesprächspartner zu erschrecken, er meinte es ernst ...

aus "Des Teufels schönster Sohn"
von Mary Valgus Kelly (Autor)

Die Eigelbe mit der Hälfte des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eiweiße zu Schnee schlagen und langsam den restlichen Zucker zufügen und so lange schlagen, bis schnittfester Eischnee entstanden ist. Den Eischnee auf die Eigelbmischung geben und vorsichtig unterheben. Anschließend ebenfalls sehr behutsam das mit der Speisestärke vermischte Mehl unterziehen ? die Luftigkeit des Teiges bestimmt die Höhe und die Luftigkeit des Tortenbodens! Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, nicht fetten und in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei ca.180 Grad 20 bis 30 Minuten backen. In der ersten Viertelstunde nicht die Tür öffnen, damit der Teig nicht zusammensackt. Nach dem Backen in der Form ca. 15 Minuten auskühlen lassen, dann mit einem Messer vom Rand lösen und auf eine Tortenplatte stürzen, Backpapier abziehen und ein paar Stunden ruhen lassen. ...

aus "Steilufer"
von Ella Danz (Autor)

Nochmal mischen!