Der Mischer

 Einfach mal drauf los lesen? readbox mischt die Bücher für Sie durch.
 Ihr Buch soll auch in den Mischer? Veröffentlichen Sie einfach direkt hier!
Nochmal mischen!
Die Biologin blickte irritiert auf den Bildschirm. "Was soll das? Es ist doch kein Zeitsprung erfolgt." "Doch, Magna. Hier, ich zeige dir den Programm- Code." Pier reichte ihr ein Blatt Papier. "Der Befehl delay erzeugt eine Verzögerung im Programmablauf. Der Wert in Klammern hinter dem Befehl gibt die Zeit in Millisekunden an, so erzeugt z.B. delay(1000) eine Pause von einer Sekunde. Also muss ein negativer Parameter, z.B. delay(-1000), doch eine Verzögerung von -1 Sekunde erzeugen, oder? Das wäre dann ein Zeitsprung um -1 Sekunde." 1 "Was?" Magna sah sich den Computerausdruck an. Es dauerte einen Moment, dann begriff sie. "So ein Quark, veräppeln kann ich mich allein!" rief sie und schlug Pier mit der Faust auf die Schulter. "Du willst mich wohl... " "Ja, ich will dich." antwortete Pier Cyynt und blickte ihr fest in die Augen. Die Biologin wandte schnell ihr Gesicht zur Seite. ...

aus "future save"
von Michael Fritzsche (Autor)

"Ganz so ist's ja wohl nicht", wandte Kromer ein und wischte sich sein schweißnasses Haar aus der Stirn, "die Geschichte mit der Mafia hat gestern ein bisschen anders geklungen." Nur für einen kurzen Augenblick verfinsterte sich Janos Gesicht, dann hatte er sich wieder unter Kontrolle. "Pit hat doch erklärt", versuchte er zu beschwichtigen, "es ist alles unter Kontrolle." "Gerade das glaub ich dir nicht, Jano", entgegnete Striebel zornig. "Soll ich dir sagen, was ich für einen Eindruck hab'? Soll ich?" Er zögerte, doch Janos positiver Gesichtsausdruck ermunterte ihn dazu. "Dass du ein ziemlich gerissener Hund bist, um nicht zu sagen ein Schwindler." Jano schluckte. Offenbar wusste er nicht so recht, wie er reagieren sollte. Doch er blieb der weltgewandte Geschäftsmann, für den er sich stets ausgab. "Martin", sagte er deshalb langsam und lächelnd, "sorry, Martin, es tut mir leid, wenn du so denkst, aber es ist anders, als es scheint." Kromer winkte ab. "Das habt ihr uns doch gestern Abend bereits weismachen wollen. Allein - uns fehlt der Glaube, verstehst du?" Er wurde energisch ...

aus "Schusslinie"
von Manfred Bomm (Autor)

Am zweiten Feiertag fuhr ich nachmittags gegen drei Uhr in die Ausländerbaracke an der Evinger Straße. Karin und ich hatten für Angelo ein Weihnachtsgeschenk gekauft, ein Gasfeuerzeug. Angelo war nicht da, seine drei Zimmergenossen saßen am Tisch und spielten ein sizilianisches Brettspiel, das sie sich selbst gemacht hatten. Ich sah ihnen eine Weile zu und begriff das Spiel wieder nicht, obwohl es mir Angelo schon mehrmals erklärt hatte. Eine Zweieinhalbliterflasche Rotwein stand auf dem Tisch, sie tranken reihum aus der Flasche, ich musste mittrinken. Sie vermuteten, dass Angelo irgendwo ein Mädchen oder eine Witwe oder eine grüne Witwe aufgetrieben habe. Ich sah mich im Zimmer um. Vier graugrüne Stahlblechschränke an der Seite zur Tür, zwei Stockwerkbetten linksund rechts am Fenster, vier Stühle, ein Tisch. Vor dem Fenster, es gab nur eins, hing billiger Stoff. Wenn man sich das Zimmer betrachtete, verstand man plötzlich, warum sie bereit waren, Tag und Nacht zu arbeiten. Jede Fabrik war wohnlicher als diese Wohnung hier ...

aus "Stellenweise Glatteis (readbox Exklusiv)"
von Max von der Grün (Autor), Günther Butkus (Herausgeber)

Die Feuchtigkeit der Nacht war nahezu von der warmen Luft aufgesogen worden. Im Roggental hatten sich die Morgennebel schnell verflüchtigt, sodass die Julisonne jetzt, gegen zwölf Uhr mittags, bereits gnadenlos in den tiefen Einschnitt scheinen konnte. Längst waren die ersten Kinder mit Ponys von der "Oberen Roggenmühle" losgezogen und dem Waldweg talaufwärts gefolgt. Diese Höhle, die nur wenige hundert Meter von der Ausflugsgaststätte entfernt als schaurig schwarzes Loch geheimnisvoll in den Steilhang hinein führte, war ein beliebtes Ausflugsziel. Um sie rankte sich eine Sage, wonach im Mittelalter dort ein schreckliches Verbrechen geschehen sein sollte: Ein Wilddieb habe den Förster der nahen Burg Ravenstein erschossen und die Leiche in der Höhle versteckt. Seitdem hieß sie "Mordloch", was nicht nur Kindern beim Vorübergehen regelmäßig einen Schauer über den Rücken jagte. Trotzdem war es für viele ein besonderesAbenteuer, sich mit Taschenlampen ein Stück weit in diese Höhle vorzuwagen, von der viereinhalb Kilometer vermessen waren, wie es auf einer Hinweistafel zu lesen stand ...

aus "Mordloch"
von Manfred Bomm (Autor)

Nochmal mischen!