"Ganz so ist's ja wohl nicht", wandte Kromer ein und wischte sich sein schweißnasses Haar aus der Stirn, "die Geschichte mit der Mafia hat gestern ein bisschen anders geklungen." Nur für einen kurzen Augenblick verfinsterte sich Janos Gesicht, dann hatte er sich wieder unter Kontrolle. "Pit hat doch erklärt", versuchte er zu beschwichtigen, "es ist alles unter Kontrolle." "Gerade das glaub ich dir nicht, Jano", entgegnete Striebel zornig. "Soll ich dir sagen, was ich für einen Eindruck hab'? Soll ich?" Er zögerte, doch Janos positiver Gesichtsausdruck ermunterte ihn dazu. "Dass du ein ziemlich gerissener Hund bist, um nicht zu sagen ein Schwindler." Jano schluckte. Offenbar wusste er nicht so recht, wie er reagieren sollte. Doch er blieb der weltgewandte Geschäftsmann, für den er sich stets ausgab. "Martin", sagte er deshalb langsam und lächelnd, "sorry, Martin, es tut mir leid, wenn du so denkst, aber es ist anders, als es scheint." Kromer winkte ab. "Das habt ihr uns doch gestern Abend bereits weismachen wollen. Allein - uns fehlt der Glaube, verstehst du?" Er wurde energisch
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aus "
Schusslinie"
von
Manfred Bomm (Autor)